Ob wir es wissen oder nicht, wir können immer nur mit einem Auge 'sehen

Ob wir es wissen oder nicht, wir können immer nur mit einem Auge 'sehen
Ob wir es wissen oder nicht, wir können immer nur mit einem Auge 'sehen
Anonim

Obwohl Teile der sichtbaren Welt nur durch ein Auge aufgenommen werden, nimmt das Gehirn sofort alle diese Informationen auf und erstellt ein kohärentes Bild. Soweit wir wissen, „sehen“wir mit beiden Augen gleichzeitig. Jetzt deutet eine neue Studie darauf hin, dass das Gehirn möglicherweise weiß, welches Auge Informationen empfängt – und sich umdrehen und diesem Auge sagen kann, dass es noch härter arbeiten soll.

"Wir haben zum ersten Mal gezeigt, dass man mit einem Auge aufpassen kann, selbst wenn man nicht weiß, woher das Bild kommt", sagt Peng Zhang, der die Studie mit Yi, einem Kollegen von der University of Minnesota, durchgeführt hat Jiang und Sheng He.Und je härter dieses Auge arbeitet – je schwerer die „Informationslast“ist – desto effektiver kann dieses Auge sich noch um sein Objekt kümmern. Die Ergebnisse werden in einer kommenden Ausgabe von Psychological Science erscheinen, einer Zeitschrift, die von der Association for Psychological Science herausgegeben wird.

Die Forscher führten zwei Experimente mit jeweils sechs Beobachtern im Alter von 20 bis 29 Jahren durch, die Bilder durch einen Mechanismus betrachteten, der Reize durch das Auge trennen kann. Im ersten Experiment tauchte in einem Auge nach und nach ein Ziel auf, das wie eine glänzende CD aussah. Auf dem anderen Auge wurde ein "Rauschfleck" aus kontrastreichen, blinkenden farbigen Quadraten angezeigt. Jedes Bild befand sich relativ zu seinem jeweiligen Auge an derselben Stelle, sodass die beiden an derselben Stelle im Sichtfeld erschienen; das Ziel schien den Fleck zu verschieben, als es in Sicht kam. Ein kleiner runder „Hinweis“, entweder im Zielauge oder im Geräuschauge, wechselte ebenfalls allmählich von Rot zu Grau oder zurück und wurde dick oder dünn.Die Teilnehmer mussten einen Knopf drücken, wenn er beispielsweise rot oder fett und grau wurde. Gleichzeitig mussten sie drücken, sobald sie einen Teil des Ziels auftauchen sahen.

Die Zuschauer brauchten weniger Zeit, um das auftauchende Ziel zu bemerken, wenn es sich im selben Auge wie der Hinweis befand.

Im zweiten Experiment war die Aufgabe schwieriger. Zwei Hinweise wurden gleichzeitig angezeigt, und die Teilnehmer mussten sich um beide oder um zwei „Merkmale“gleichzeitig kümmern – was zum Beispiel anzeigte, wann beide rot oder beide rot und dick waren. Wie härteres Training, das die Leistung eines Athleten verbessert, zwang die zusätzliche „Belastung“dieses Auge, härter zu arbeiten – und, wie die Forscher herausfanden, verbesserte die Fähigkeiten dieses Auges weiter. Auch hier erschien das Ziel noch schneller, wenn sich die Hinweise im Zielauge befanden, und noch langsamer, wenn sie sich im Störauge befanden.

Die Ergebnisse, sagt Zhang, legen einige faszinierende Dinge über das visuelle System nahe. „Vielleicht gibt es binokulare Neuronen im Gehirn“– Neuronen, die Informationen von beiden Augen aufnehmen und zusammenstellen – „die auch wissen, von welchem ​​Auge diese Informationen kommen, und an dieses Auge zurückmelden können“, um ihm zu sagen, dass er genauer aufpassen soll.Mit anderen Worten, die Mechanismen der visuellen Wahrnehmung und die Kommunikation zwischen Auge und Gehirn könnten sogar flexibler und leistungsfähiger sein, als Wissenschaftler dachten.

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