Neue Leitlinien für bewährte genetische Präimplantationsdiagnostik und -screening

Neue Leitlinien für bewährte genetische Präimplantationsdiagnostik und -screening
Neue Leitlinien für bewährte genetische Präimplantationsdiagnostik und -screening
Anonim

Die Europäische Gesellschaft für menschliche Reproduktion und Embryologie (ESHRE) hat eine Reihe von Richtlinien für bewährte Methoden der genetischen Präimplantationsdiagnostik (PID)/des genetischen Screenings (PGS) veröffentlicht, um potenziellen und bestehenden PID-Zentren Informationen und Anleitungen zu geben.

Die vier Richtlinien umfassen eine, die die Organisation eines PID-Zentrums umreißt, und drei, die sich auf die verwendeten Methoden beziehen: amplifikationsbasierte Tests, Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH)-basierte Tests und Polkörper-/Embryobiopsie.

"Die Richtlinien sind eine detaillierte Aktualisierung der ursprünglichen PID-Richtlinien des Konsortiums, die 2005 in derselben Zeitschrift veröffentlicht wurden. Sie wurden als ein Satz entwickelt, der zusammengenommen ein vollständiges Kompendium der besten Verfahren bildet", sagte Gary Harton, Vorsitzender des PGD-Konsortiums von ESHRE und Leiter der Molekulargenetik bei Reprogenetics in Livingston, New Jersey.

Die schnelle Entwicklung neuer Technologien, die Weiterentwicklung aktueller Methoden und angesichts der jüngsten Ratschläge von ESHRE, wie Richtlinien für bewährte Verfahren verfasst werden sollten, hielt das PID-Konsortium es für notwendig, die bestehenden Richtlinien zu aktualisieren.

Die erste Leitlinie zur Organisation eines PID-Zentrums beinh altet die Grundvoraussetzungen eines IVF/PGD-Zentrums, Transport-PGD (wenn sich die zu untersuchenden Gameten und Embryonen in einem anderen Zentrum als der Patient befinden), Ein-/Ausschluss Kriterien für Patienten, Personal, genetische Beratung und Akkreditierung eines Zentrums.

Die drei weiteren technischen Richtlinien decken zusätzlich Laboranforderungen, klinische Protokolle und Nachsorgeempfehlungen nach der Diagnose für jede der PID-Methoden ab: amplifikationsbasierte Tests, FISH-basierte Tests und Polkörper-/Embryobiopsie.

Die Richtlinien zu amplifikationsbasierten und FISH-basierten Tests beschreiben auch die Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung sowie die diagnostische Bestätigung von nicht transferierten Embryonen. Das Einfrieren von Embryonen nach Biopsie wird in der vierten Leitlinie zur Anwendung der Embryobiopsie bei PID/PGS behandelt.

Das genetische Präimplantationsscreening (PGS) wurde in alle Richtlinien aufgenommen. Obwohl aktuelle Beweise darauf hindeuten, dass es im Stadium der Embryonensp altung mit der aktuellen Technologie unwirksam sein könnte, kann PGS immer noch verbesserte Abgaberaten zeigen, wenn es im Blastozystenstadium oder an Polkörperchen verwendet wird. Die ESHRE-Gruppe hat sich bewusst dafür entschieden, PGS-Empfehlungen aufzunehmen, um jeden Fachmann im Bereich der Reproduktion bei der Entwicklung der bestmöglichen Labor- und klinischen Praxis zu unterstützen.

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