Kampf gegen F alten mit Lasern wissenschaftlich enträtselt

Kampf gegen F alten mit Lasern wissenschaftlich enträtselt
Kampf gegen F alten mit Lasern wissenschaftlich enträtselt
Anonim

Laserpulse ermöglichen Hautverjüngung, wie Untersuchungen an der Technischen Universität Eindhoven (TU/e) gezeigt haben. Bei der Laserbehandlung wird Wärme in die Haut eingebracht. Unter dem Einfluss von Hitzeschocks von 45°C produzieren Hautzellen mehr Kollagen. Dies ist das Protein, das der Haut ihre Festigkeit und Elastizität verleiht. Susanne Dams beschreibt diesen Prozess in ihrer Dissertation, für die sie am Fachbereich Biomedizinische Technik der TU/e ​​promoviert hat.

Laserbehandlungen sind in den Praxen von Kosmetikerinnen und Hautärzten weit verbreitet. Obwohl die Technik seit vielen Jahren weit verbreitet ist, müssen ihre Auswirkungen und die zugrunde liegenden Prozesse noch entschlüsselt werden.Die Wirkung von Licht wurde bereits früher untersucht, aber laut Forscherin Susanne Dams ist die Wirkung der durch einen Laser eingebrachten Wärme noch wenig bekannt. Die von Dams durchgeführte Forschung liefert nun ein besseres Verständnis dieses Prozesses.

Der Forscher testete zunächst die Wirkung von Hitze auf Zellkulturen, indem er ihnen ohne Laser Hitzeschocks von 45 und 60°C versetzte. Dies schloss mögliche Effekte aus, die durch das Laserlicht erzeugt werden. Anschließend führte sie ähnliche Tests an herausgeschnittenen menschlichen Hautstücken durch und erhitzte später Hautstücke mit einem Laser. Die Ergebnisse dieser Tests stimmten mit den früheren Tests überein.

Sie zeigte, dass die Hitzeschocks zu einer erhöhten Produktion von Kollagen führten, das als einer der wichtigsten Faktoren bei der Hautverjüngung gilt. Die Produktion dieses Proteins durch den menschlichen Körper lässt nach dem 25. Lebensjahr nach, wodurch sich F alten bilden und die Haut erschlafft. Die beste Wirkung zeigte sich bei einem Hitzeschock von 45°C über acht bis zehn Sekunden.Es zeigte sich auch, dass höhere Temperaturen die Hautzellen schädigen. Dams stellte in ihren Tests fest, dass das Erhitzen von Zellen in Kultur für zwei Sekunden bei 60°C zu Zellnekrose führt.

Die Frage, wie lange die hautverjüngende Wirkung der Laserbehandlung anhält, bleibt vorerst unbeantwortet. Dams entdeckte, dass nach einem Hitzeschock die Genexpression (die Vorstufe zur Bildung des Proteins) nach 48 Stunden auf ihr normales Niveau zurückkehrt. Das durch die erhöhte Genexpression produzierte zusätzliche Kollagen trägt jedoch über einen längeren Zeitraum zur Hautverjüngung bei.

Obwohl diese Studie darauf hindeutet, dass es eher Wärme als Licht ist, die die Haut verjüngt, bleibt der Laser nach Meinung von Dams immer noch das Mittel der Wahl. "Ein Laser ermöglicht eine sehr präzise Behandlung, da er bestimmte Elemente in der Haut gezielt erhitzen kann, während der Rest unversehrt bleibt. Dadurch kann die optimale Wirkung erzielt werden."

Dams führte ihre Forschung in Zusammenarbeit mit Philips Research Eindhoven durch.

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