Krebs mit Licht behandeln

Krebs mit Licht behandeln
Krebs mit Licht behandeln
Anonim

Kann Hautkrebs mit Licht behandelt werden? Das glauben Wissenschaftler der University of California, Irvine (UC Irvine). Sie erforschen neue Wege, um Krebsläsionen mit LEDs abzubilden, die eine Technik zur Behandlung von Krebs namens photodynamische Therapie (PDT) voranbringen könnten – eine Arbeit, die sie auf der 94. Jahrestagung der Optical Society (OSA), Frontiers in Optics (FiO) 2010, vorstellen werden im Rochester Riverside Convention Center in Rochester, N.Y., vom 24. bis 28. Oktober.

Bei der PDT werden photosensibilisierende Chemikalien, die Licht absorbieren, in einen Tumor injiziert, der dann Licht ausgesetzt wird. Die Chemikalien erzeugen aus der Lichtenergie Sauerstoffradikale, die die Krebszellen zerstören.PDT ist derzeit von der U.S. Food and Drug Administration (FDA) für die Behandlung von Speiseröhren- und Lungenkrebs zugelassen.

Rolf Saager, der im Labor von Anthony Durkin am Beckman Laser Institute der UC Irvine in Zusammenarbeit mit Kristen Kelly, M.D., und Modulated Imaging Inc. arbeitet, glaubt, dass PDT auch zur Behandlung von Hautkrebs eingesetzt werden könnte. Ein Hindernis für diese Anwendung ist jedoch das Fehlen einer detaillierten Bildgebungstechnik, um die Wirksamkeit der PDT anzuvisieren und zu überwachen.

Unter Ausnutzung einer Technik, die als Bildgebung im räumlichen Frequenzbereich bekannt ist, hat das Team ein neues Gerät mit einer Reihe von LEDs in fünf verschiedenen Farben entwickelt, das die Haut mit unterschiedlichen Intensitätsmustern beleuchtet. Diese Muster können sich je nach Gewebestruktur und Hautpigmenten verändern. Mit geeigneten Modellen der Lichtausbreitung zeigen die resultierenden Bilder die Biochemie des Gewebes.

"Durch diese Bildgebungsmodalität ist es jetzt möglich, zu beurteilen, wie das therapeutische Licht durch das betroffene Gewebe wandert, das in der Läsion vorhandene Medikament zu quantifizieren und seine Wirksamkeit während der Behandlung zu überwachen", sagt Saager.

Um dieses räumliche Frequenzdomänen-Bildgebungssystem zu evaluieren, bildeten die Wissenschaftler vor der Behandlung eine kleine Population von Hautkrebs ab, um die Variabilität zwischen den Probanden und innerhalb der Läsionen selbst zu charakterisieren. Der Prozess dauerte 5-10 Sekunden und erzeugte Bilder mit einer Auflösung von 30 Mikrometern, die räumlich aufgelöste Karten der optischen Eigenschaften der Läsionen, der Sauerstoffversorgung des Gewebes und der quantitativen Verteilung des photosensibilisierenden Medikaments enthüllen.

Saager und Kollegen hoffen, dass diese Bildgebungstechnik eine bessere Karte für die Ausrichtung und Optimierung der photodynamischen Therapie für das Basalzellkarzinom, die häufigste Art von Hautkrebs, liefern wird. Der nächste Schritt für ihr laufendes Experiment wird darin bestehen, die therapeutischen Aspekte des Instruments zu aktivieren und die Gewebedynamik während der PDT-Behandlungsschemata zu überwachen.

Der Vortrag "A LED Based Spatial Frequency Domain Imaging System for Optimization of Photodynamic Therapy of Basal Cell Carcinoma (BCC)" wird am 26. Oktober geh alten.

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