Dies ist Ihr Gehirn bei Anästhesie: Neue Erkenntnisse darüber, wie das Gehirn während der Narkoseeinleitung und -entnahme reagiert

Dies ist Ihr Gehirn bei Anästhesie: Neue Erkenntnisse darüber, wie das Gehirn während der Narkoseeinleitung und -entnahme reagiert
Dies ist Ihr Gehirn bei Anästhesie: Neue Erkenntnisse darüber, wie das Gehirn während der Narkoseeinleitung und -entnahme reagiert
Anonim

Eine Studie, die auf der Jahrestagung 2010 der American Society of Anesthesiologists vorgestellt wurde, bekräftigt neue Beweise dafür, dass der Akt der Anästhesie und das Verlassen der Anästhesie unterschiedliche neurobiologische Prozesse sind. Es wurde auch festgestellt, dass die Parietalregion des Gehirns möglicherweise eine entscheidende Rolle dabei spielt, wie Anästhetika das Bewusstsein unterdrücken.

"Der Prozess der Übergänge des Anästhesiezustands - wie Bewusstseinsverlust oder Bewusstseinswiederkehr - ist immer noch unklar", sagte George A.Mashour, M.D., Ph.D., von der Abteilung für Anästhesiologie an der Universität von Michigan. „Einige Theorien deuten darauf hin, dass der Prozess des Ein- und Austretens aus dem Bewusstsein allmählich erfolgt, während andere darauf hindeuten, dass wir in einem plötzlichen Flip-Flop von Verh altenszuständen aus dem Schlaf oder der Anästhesie zurückkehren.“

Die Lösung der Frage, wie wir ins Bewusstsein kommen und wie wir es verlassen, würde Anästhesisten helfen, die Rückkehr zum Bewusstsein im OP zu erkennen oder vorherzusagen. und würde bei der Entwicklung ausgefeilterer Gehirnfunktionsmonitore helfen.

Im Besonderen isolierten Dr. Mashour und sein Forschungsteam in ihrer Studie zwei Eigenschaften von Gehirnnetzwerken: die Struktur von Gehirnnetzwerken und die Verbindungsstärke von Gehirnnetzwerken. Der Verlust des Bewusstseins war durchweg mit einer plötzlichen strukturellen Störung der Gehirnnetzwerke verbunden und nicht mit der Stärke der Verbindungen. Die Wiedererlangung des Bewusstseins war jedoch oft mit einem plötzlichen Anstieg der Verbindungsstärke verbunden, nachdem sich die strukturellen Veränderungen wieder normalisiert hatten.

Dr. Mashour und seine Kollegen kamen zu dem Schluss, dass die Netzwerkstruktur bei der Überwachung von Änderungen des Anästhesiezustands zuverlässiger sein könnte, da die Verbindungsstärke ein variables Verh alten zu haben schien und zwei unterschiedliche Reaktionen in der untersuchten Population zeigte.

"Unsere Daten stützen auch neuere Beweise, die darauf hindeuten, dass die Einleitung und der Austritt von Anästhetika keine Spiegelbilder voneinander sind, wie bisher angenommen, sondern vielmehr eine unterschiedliche zugrunde liegende Neurobiologie haben", sagte Dr. Mashour.

In der Studie erhielten 20 gesunde junge Männer i.v. Infusionen des Anästhetikums Propofol, während ihre Gehirnaktivität mit Elektroenzephalographie oder EEG aufgezeichnet wurde.

Die Forscher untersuchten auch, wie Propofol verschiedene Bereiche des Gehirns beeinflusst, insbesondere die Stirn- und Scheitellappen. Sie fanden heraus, dass die Netzwerkstruktur in der Frontalregion erh alten blieb, aber in der Parietalregion erheblich gestört war. Die Verbindungsstärke nahm in der Frontalregion etwas ab, war jedoch in der Parietalregion signifikanter beeinträchtigt.

"Es wurde vermutet, dass der Parietallappen ein kritischer Integrationspunkt für neuronale Informationen ist und dass seine Unterbrechung wichtig für das anästhesieinduzierte Bewusstsein ist", sagte Dr. Mashour. "Unsere Daten unterstützen diese Hypothese."

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