Vorsprung für Migränepatienten

Vorsprung für Migränepatienten
Vorsprung für Migränepatienten
Anonim

Psychologische Migränebehandlung gibt den Betroffenen einen Vertrauensschub in ihre Fähigkeit, ihre Symptome selbst zu bewältigen.

Für schwere Migränepatienten bauen psychologische Behandlungen auf den Vorteilen einer medikamentösen Therapie auf, so eine neue Studie von Elizabeth Seng und Dr. Kenneth Holroyd von der Ohio University in den USA. Ihr Vergleich der Wirkungen verschiedener Behandlungskombinationen für schwere Migräne – medikamentöse Therapie mit oder ohne Verh altenstherapie – zeigt, dass die Patienten, die das Verh altensmanagementprogramm zusammen mit der medikamentösen Therapie erh alten, wesentlich zuversichtlicher in ihre Fähigkeit sind, ihre Verh altensfähigkeiten einzusetzen, um Migräne effektiv selbst zu bewältigen.Und überraschenderweise ist der Vertrauenszuwachs in die Selbstmanagementfähigkeiten bei denjenigen am größten, die das Gefühl haben, vor Beginn der Behandlung nur sehr wenig Kontrolle über ihren Zustand zu haben. Die Ergebnisse von Seng und Holroyd werden online in der Springer-Fachzeitschrift Annals of Behavioral Medicine veröffentlicht.

Seng und Holroyd analysierten die Daten von 176 Teilnehmern der US-Studie zur Behandlung schwerer Migräne. Die Behandlungsprogramme umfassten eine medikamentöse Akuttherapie für alle, entweder mit β-Blockern oder Placebo – jeweils mit oder ohne verh altensbasiertem Migränemanagement. Das verh altensbezogene Migräne-Management-Programm bestand aus Demonstrationen von Migräne-Management-Fähigkeiten während vier monatlichen Klinikbesuchen, die dann zwischen den Sitzungen von den Teilnehmern durch Arbeitsbücher, Tonbandunterricht und geführte Übungen zu Hause angewendet wurden.

Ihre Analysen zeigten, dass die Hinzufügung einer verh altensbasierten Migränebehandlung zur medikamentösen Therapie das Vertrauen der Teilnehmer in ihre Fähigkeit, Migräne effektiv selbst zu behandeln, im Vergleich zur alleinigen medikamentösen Migränetherapie dramatisch erhöhte.Verh altensmanagement verstärkte auch die Überzeugung der Teilnehmer, dass Migräne durch das eigene Verh alten beeinflusst werden kann, und verringerte die Überzeugung, dass Migräne hauptsächlich durch Zufall oder Schicksal beeinflusst wird.

Die Autoren kommen zu dem Schluss: „Unsere explorativen Analysen bieten eine optimistische Botschaft: Kurze psychologische Interventionen zur Migränebehandlung können das Vertrauen der Betroffenen in die Selbstbewältigung effektiv stärken und nachh altig sein.“Psychologische Interventionen verbesserten die medikamentöse Therapie und ermöglichten es den Teilnehmern, eine aktivere Rolle in ihrer Behandlung zu übernehmen, indem sie Verh altenskompetenzen zur Behandlung von Migräne einsetzten.

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