Neue medikamentöse Behandlung von Malaria?

Neue medikamentöse Behandlung von Malaria?
Neue medikamentöse Behandlung von Malaria?
Anonim

Im Rahmen des 1,5-Millionen-Pfund-Projekts testen Forscher nun das Medikament, um festzustellen, wie die Behandlung zu klinischen Studien führen könnte. Das Medikament wird aus einfachen organischen Molekülen hergestellt und ist im Vergleich zu bestehenden Therapien billiger in der Massenproduktion.

Malaria ist die tödlichste Parasiteninfektion der Welt, die jährlich fast eine Million Todesfälle fordert. Das Team in Liverpool hat ein synthetisches Medikament entwickelt, das auf der chemischen Struktur von Artemisinin basiert, einem Extrakt aus einem chinesischen Kraut, das häufig zur Behandlung von Malaria verwendet wird. Das neue Medikament, das oral eingenommen werden kann, ist wirksamer als natürlich gewonnenes Artemisinin.

Artemisinin interagiert bekanntermaßen mit einer Substanz in mit Parasiten infizierten roten Blutkörperchen und verursacht eine Kette von Ereignissen, die Malaria zerstört. Die Behandlung ist jedoch schwierig in Massenproduktion herzustellen und kann im Körper chemisch instabil sein. Wissenschaftler haben nun einen Weg gefunden, den reaktivsten Teil von Artemisinin synthetisch herzustellen und ihn mit einer käfigartigen Struktur aus organischen Molekülen zu verschmelzen, um das Medikament chemisch stabiler zu machen. Die Stabilität der chemischen Struktur im Körper sorgt dafür, dass das Medikament länger hält, wodurch die Wahrscheinlichkeit verringert wird, dass der Parasit wieder auftaucht.

Professor Paul O'Neill von der Fakultät für Chemie der Universität erklärt: „Malaria betrifft die ärmsten Länder der Welt und Krankenhäuser können sich keine teuren Behandlungen leisten. Das Problem mit den derzeitigen Artemisinin-basierten Therapien ist ihre begrenzte Verfügbarkeit, arm orale Absorption und hohe Kosten Wir haben ein neues Medikament entwickelt, das vom Körper leicht absorbiert wird, chemisch stabil und hochwirksam ist.Es wird aus sehr einfachen organischen Materialien hergestellt und ist daher kostengünstiger in der Massenproduktion als derzeitige Therapien."

Die Forschung wird von der Europäischen Kommission gefördert und in Angewandte Chemie Int Ed. veröffentlicht.

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