Magnetische' Lösung zur Identifizierung und Abtötung von Tumoren

Magnetische' Lösung zur Identifizierung und Abtötung von Tumoren
Magnetische' Lösung zur Identifizierung und Abtötung von Tumoren
Anonim

Obwohl eine Strahlentherapie eine wertvolle Waffe gegen Krebstumore ist, schädigt sie oft gesundes Gewebe, da sie versucht, bösartige Zellen abzutöten. Jetzt entwickelt Prof. Israel Gannot vom Department of Biomedical Engineering der Universität Tel Aviv eine neue Methode zur Zerstörung von Tumoren mit weniger Nebenwirkungen und minimaler Schädigung des umgebenden Gewebes.

Seine innovative Methode, die demnächst in der Zeitschrift Nanomedicine veröffentlicht wird, nutzt Hitze, um die Tumorzellen abzutöten, lässt aber das umgebende gesunde Gewebe intakt. Anhand spezifischer Biomarker, die an einzelnen Tumoren angebracht sind, lokalisiert Prof. Gannots spezielle Mischung aus Nanopartikeln und Antikörpern den Tumor selbst und bindet an ihn.

"Sobald sich die Nanopartikel an den Tumor binden, regen wir sie mit einem externen Magnetfeld an, und sie beginnen sehr gezielt und lokal zu erhitzen", sagt Prof. Gannot. Das Magnetfeld wird manipuliert, um einen gezielten Temperaturanstieg zu erzeugen, und es ist diese gezielte Erwärmung, die die Tumore tötet, sagt er.

Die Behandlung hat sich als wirksam gegen Epithelkrebs erwiesen, der sich in fast allen Bereichen des Körpers entwickeln kann, wie z. B. Brust oder Lunge. Durch ein spezielles Feedback-Verfahren, das ebenfalls in seinem Labor entwickelt wurde, kann der Prozess für die individuelle Behandlung optimiert werden.

Heilung ohne Unfall

Der spezialisierte Cocktail aus Nanopartikeln und Antikörpern wird sicher und einfach durch topische lokale Injektion oder Injektion in den Blutkreislauf verabreicht. Als zusätzlicher Vorteil wird die Mischung aus dem Körper ausgewaschen, ohne Spuren zu hinterlassen, wodurch Nebenwirkungen minimiert werden.

Wenn klinische Studien erfolgreich sind, kann die Technik zu einer tragenden Säule der Patientenversorgung werden.Die Nanopartikel selbst sind bereits von der FDA zugelassen, und laut Prof. Gannot ist die Methode bei fast jeder Art von Tumor wirksam, solange ihre spezifischen Marker und ihre Antikörper identifiziert werden können.

Der Countdown bis zum Abriss

Diese Behandlung ist nicht nur minimalinvasiv, sondern zeichnet sich auch durch schiere Geschwindigkeit aus. Es kann während eines ambulanten Eingriffs angewendet werden – die gesamte Technik dauert nur sechs Stunden – was es den Patienten ermöglicht, sich bequem zu Hause zu erholen.

Prof. Gannot wendet seine Technik derzeit in seinem Labor auf Zelllinien und auf Ex-vivo-Gewebe und gewebeähnliche Ersatzstoffe an und plant, im nächsten Jahr mit In-vivo-Experimenten zu beginnen.

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