Unfälle am Arbeitsplatz schaden der häuslichen Pflegebranche

Unfälle am Arbeitsplatz schaden der häuslichen Pflegebranche
Unfälle am Arbeitsplatz schaden der häuslichen Pflegebranche
Anonim

Training kann laut Forschern der Penn State einige der Schmerzen lindern, die Arbeitsunfälle in der Langzeitpflegebranche mit sich bringen. Die Studie untersuchte Verletzungen bei häuslichen Krankenpflegern.

Häusliche Gesundheitshelfer besuchen in der Regel die Patienten zu Hause, um bei Aktivitäten des täglichen Lebens wie Baden, Anziehen und Essen zu helfen. Viele Menschen, die in der häuslichen Krankenpflege eingeschrieben sind, haben mehrere gesundheitliche Probleme, die zu unberechenbarem und manchmal gew alttätigem Verh alten führen können. Häusliche Gesundheitshelfer verrichten auch manuelle Arbeiten wie das Heben von Patienten. Diese Helfer werden bei der Arbeit oft mehrfach verletzt und diese Verletzungen betreffen nicht nur die Mitarbeiter.Organisationen der häuslichen Pflege und die Langzeitpflegebranche leiden unter den Auswirkungen dieser Arbeitsunfälle, berichten die Forscher auf der Jahrestagung der Academy of Management 2010 in Montreal.

"In unserer Forschung haben wir einen Kaskadeneffekt gesehen", sagte Deirdre McCaughey, Assistenzprofessorin für Gesundheitspolitik und -verw altung. "Mitarbeiter, die keine Ausbildung hatten oder glaubten, dass ihre Ausbildung sie nicht gut vorbereitete, erlitten mehr Verletzungen. Diese Mitarbeiter empfahlen ihre Organisation auch viel seltener als nicht verletzte Mitarbeiter als einen Ort, an dem sie arbeiten oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen konnten."

Die Forscher analysierten Daten aus der national repräsentativen National Home He alth Aide Survey 2007, die vom US-Gesundheitsministerium finanziert und von den Centers for Disease Control and Prevention durchgeführt wurde. Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Rückgang der Verletzungsraten, wenn die Mitarbeiter geschult wurden. Nicht verletzte Mitarbeiter hatten auch eine viel höhere Arbeitszufriedenheit und geringere Fluktuationsabsichten als verletzte Mitarbeiter.

"Mitarbeiter, die eine Schulung erh alten haben, haben eine geringere Verletzungsrate", sagte McCaughey. „Dies deutet darauf hin, dass die Investition von Geldern in weiche Ressourcen spürbare Vorteile für Organisationen haben kann. Organisationen neigen dazu, die Ausgaben für weiche Ressourcen zu kürzen, insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, da es normalerweise keinen greifbaren Nutzen gibt.“

Die Reduzierung der Ausbildung von Hauskrankenpflegern erhöht das Verletzungsrisiko und die Fluktuationsabsichten der Mitarbeiter, was langfristig wahrscheinlich zu höheren Kosten führen wird.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis ist der Zusammenhang zwischen Verletzungen, Schulung und Mitarbeiterfluktuation, was Auswirkungen auf die Qualität der Versorgung hat. Mitarbeiterschulungen führten zu weniger Verletzungen und geringeren Fluktuationsraten, sodass die Belegschaft konstanter blieb. McCaughey arbeitete vor ihrer Forschungstätigkeit als Physiotherapeutin und sah, inwieweit Menschen im Gesundheitswesen auf ein bekanntes Gesicht angewiesen sind, insbesondere wenn eine Person ein schlechtes Gedächtnis hat und verwirrt ist.Alle paar Monate neue Gesichter tragen nur zur Verwirrung bei.

Die Forscher der Penn State fanden auch heraus, dass die Wahrnehmung der Mitarbeiter von ihrem Arbeitsplatz und ihrer Ausbildung die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen beeinflussen könnte. Mitarbeiter, die der Meinung waren, dass ihr Training sie nicht gut vorbereitet hatte, waren dreimal häufiger verletzt als Mitarbeiter, die sich von ihrem Training gut vorbereitet fühlten. In ähnlicher Weise waren Mitarbeiter, die das Gefühl hatten, eine schlechte Unterstützung durch den Vorgesetzten zu haben, einem höheren Verletzungsrisiko ausgesetzt – anderthalb Mal wahrscheinlicher, eine Verletzung zu erleiden, und dreimal wahrscheinlicher, drei Verletzungen zu erleiden, im Vergleich zu denen, die das Gefühl hatten, dass sie von ihrem Vorgesetzten unterstützt wurden.

Mitarbeiter, die der Meinung waren, dass ihre Ausbildung sie gut auf ihre täglichen Arbeitsaufgaben vorbereitet hatte, hatten niedrigere Verletzungsraten und schätzten ihr Unternehmen eher als Arbeitsplatz und als Dienstleister ein.

"Die Wahrnehmung der Mitarbeiter ist entscheidend; sie spielt eine Rolle bei der Motivation der Mitarbeiter, härter zu arbeiten, oder sie können sie dazu bringen, aufzuhören", sagt McCaughey.

McCaughey und ihre Kollegen weiten ihre Verletzungsforschung aus und betrachten jetzt Pflegehelfer. Weitere Autoren des Papiers sind Jungyoon Kim, Doktorandin in Gesundheitspolitik und -verw altung; Gwen McGhan, Projektadministrator, School of Nursing; Rita Jablonski, Assistenzprofessorin für Krankenpflege; und Diane Brannon, Professorin für Gesundheitspolitik und -verw altung.

Diese Studie wird als bestes Papier in den Tagungsbänden der Academy of Management Annual Meeting 2010 erscheinen.

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