Gesundheitsversorgung mit Telefon- und Telemonitoring-Technologie kommt Patienten mit Herzinsuffizienz zugute

Gesundheitsversorgung mit Telefon- und Telemonitoring-Technologie kommt Patienten mit Herzinsuffizienz zugute
Gesundheitsversorgung mit Telefon- und Telemonitoring-Technologie kommt Patienten mit Herzinsuffizienz zugute
Anonim

Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz Zugang zu Fernüberwachung zu verschaffen, beispielsweise per Telefon oder Telemonitoring mit drahtloser Technologie, reduziert Todesfälle und Krankenhauseinweisungen und kann Vorteile bei den Gesundheitskosten und der Lebensqualität bringen. Dies sind die Schlussfolgerungen eines neuen Cochrane Systematic Review eines internationalen Forscherteams.

Die Fernüberwachung von Patienten kann den Druck auf die Ressourcen verringern, insbesondere bei Erkrankungen wie chronischer Herzinsuffizienz, die eine große Belastung für die Gesundheitsdienste darstellen.Beim strukturierten telefonischen Support geben Patienten Vitaldaten wie Herzfrequenz und -rhythmus, Blutdruck und Gewicht telefonisch bekannt, während beim Telemonitoring die Daten meist digital, drahtlos oder per Bluetooth an einen Herzspezialisten übertragen werden.

Die Überprüfung umfasste Studien mit über 9.500 Teilnehmern, in denen diese beiden Technologien mit der üblichen Versorgung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz verglichen wurden. Studien, die eine intensivierte fachärztliche Nachsorge für Patienten in den Interventions- und/oder Kontrollarmen vorsahen, wurden ausgeschlossen, da die bereitgestellten zusätzlichen Ressourcen die Wirkungen der Intervention verfälscht haben könnten.

Details zu Todesfällen und Krankenhauseinweisungen für 25 Peer-Review-Studien wurden analysiert. Die Dauer der Nachbeobachtung dieser Studien reichte von drei bis 18 Monaten, wobei viele Studien über Ergebnisse nach 12 Monaten berichteten. Telemonitoring war bei der Reduzierung der Sterblichkeit bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz wirksam (102 pro 1000 gegenüber 154 pro 1000 in der Kontrollgruppe).Allerdings wurde in diesen Studien kein signifikanter Vorteil durch strukturierte telefonische Unterstützung zur Sterblichkeit für Patienten festgestellt (112 pro 1000 vs. 127 pro 1000 in der Kontrollgruppe).

Sowohl die strukturierte telefonische Unterstützung als auch das Telemonitoring reduzierten die Zahl der Patienten, die aufgrund einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz ins Krankenhaus eingeliefert wurden, signifikant. Krankenhauseinweisungen aufgrund von Herzinsuffizienz traten mit einer Rate von 164 pro 1000 mit strukturierter telefonischer Unterstützung im Vergleich zu 213 in einer Kontrollgruppe und mit einer Rate von 225 pro 1000 mit Telemonitoring im Vergleich zu 285 in einer Kontrollgruppe auf.

"Es gibt Vorteile einer strukturierten telefonischen Unterstützung und Fernüberwachung für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz", sagte die leitende Forscherin Dr. Sally Inglis vom Baker IDI Heart and Diabetes Institute in Melbourne, Australien. "Diese Technologien können einer großen Anzahl von Patienten eine spezialisierte Versorgung bieten, die ansonsten möglicherweise nur eingeschränkten Zugang zu dieser Art von spezialisierter Gesundheitsversorgung haben."

Einige Studien zeigten auch, dass sich die Lebensqualität der Patienten verbesserte und dass die Gesundheitskosten gesenkt wurden. „Weitere Arbeiten zur Kosteneffizienz des Telemonitorings sind erforderlich, um die besten Geschäftsmodelle zu etablieren. Diese können je nach lokaler Organisation der Gesundheitsdienste variieren. Die optimale Dauer des Monitorings wurde noch nicht angesprochen“, sagte Dr. Inglis.

Diese Übersicht kann nur die einzelnen eingeschlossenen Studien widerspiegeln. Von allen relevanten Beweisen zu diesen Technologien, die in die Übersicht aufgenommen wurden, wurden einige Studien nicht so gut durchgeführt oder berichtet, wie es die Autoren gewünscht hätten – ein Punkt, der in einem Leitartikel aufgegriffen wurde, der begleitend zur Übersicht veröffentlicht wurde.

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