Die Beseitigung von Diabetes und Depressionen und die Förderung der Bildung, um Demenz höchstwahrscheinlich abzuwehren

Die Beseitigung von Diabetes und Depressionen und die Förderung der Bildung, um Demenz höchstwahrscheinlich abzuwehren
Die Beseitigung von Diabetes und Depressionen und die Förderung der Bildung, um Demenz höchstwahrscheinlich abzuwehren
Anonim

Die Beseitigung von Diabetes und Depressionen sowie die Erhöhung der Bildung und des Obst- und Gemüsekonsums dürften in den kommenden Jahren den größten Einfluss auf die Verringerung der Demenzrate haben, sollte keine wirksame Behandlung gefunden werden, schließt eine am veröffentlichte Studie die Website des British Medical Journal.

Diese Ergebnisse weisen auf Prioritäten für zukünftige Interventionen im Bereich der öffentlichen Gesundheit hin.

Während die genaue Ursache der Demenz noch unbekannt ist, wurden bereits mehrere beeinflussbare Risikofaktoren identifiziert.Dazu gehören vaskuläre Risikofaktoren (Herzerkrankungen, Schlaganfall, Bluthochdruck, Fettleibigkeit, Diabetes und hoher Cholesterinspiegel), Depressionen in der Vorgeschichte, Ernährung, Alkoholkonsum und Bildungsniveau.

Basierend auf diesem Wissen schätzte ein Forscherteam aus Frankreich und dem Vereinigten Königreich, welche dieser Risikofaktoren am effektivsten sein könnten, um die zukünftige Belastung durch Demenz zu verringern, falls keine wirksame Behandlung gefunden werden sollte.

Ihre Analyse umfasste 1.433 gesunde Menschen im Alter von über 65 Jahren, die in Südfrankreich lebten und zwischen 1999 und 2001 rekrutiert wurden. Die Teilnehmer wurden zu Beginn der Studie und erneut nach zwei, vier und sieben Jahren kognitiven Tests unterzogen. Ein Lesetest (der Neale-Score) wurde auch als Indikator für die lebenslange Intelligenz verwendet.

Anamnese und Informationen zu Maßnahmen wie Größe, Gewicht, Bildungsniveau, monatlichem Einkommen, Mobilität, Ernährungsgewohnheiten, Alkoholkonsum und Tabakkonsum wurden erhoben. Das genetische Demenzrisiko einer Person wurde ebenfalls gemessen: Obwohl es sich nicht um einen Faktor handelt, der geändert werden kann, diente es als nützlicher Maßstab für das Demenzrisiko.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Beseitigung von Depressionen und Diabetes sowie die Steigerung des Obst- und Gemüsekonsums schätzungsweise zu einer Verringerung neuer Demenzfälle um insgesamt 21 % führen, wobei Depressionen den größten Beitrag leisten (knapp über 10 %). Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass der direkte (kausale) Zusammenhang zwischen Depression und Demenz unklar bleibt.

Zunehmende Bildung würde in den nächsten sieben Jahren auch zu einer geschätzten Verringerung der Neuerkrankungen an Demenz um 18 % in der Allgemeinbevölkerung führen. Im Gegensatz dazu würde die Eliminierung des wichtigsten bekannten genetischen Risikofaktors aus der Allgemeinbevölkerung nur zu einer Verringerung der Zahl der Neuerkrankungen um 7 % in den nächsten sieben Jahren führen.

Angesichts dieser Ergebnisse schlagen die Autoren vor, dass sich Initiativen im Bereich der öffentlichen Gesundheit auf die Förderung der Alphabetisierung in allen Altersgruppen, unabhängig von den Fähigkeiten, die sofortige Behandlung depressiver Symptome und ein frühes Screening auf Glukoseintoleranz und Insulinresistenz (frühe Stadien in der Entwicklung von Diabetes).

Während diese Berechnungen nur eine grobe Schätzung der Auswirkungen auf die Inzidenz liefern können, machen sie angesichts des aktuellen Wissensstandes eine wichtige Aussage über die Prioritäten der öffentlichen Gesundheit bei der Krankheitsprävention, schlussfolgern die Autoren. Weitere Studien mit jüngeren Erwachsenen sind eindeutig erforderlich, um die Wirkung von Interventionsmaßnahmen zu testen.

Eine zweite Studie, die ebenfalls am 5. August auf der Website des British Medical Journal veröffentlicht wurde, stellt fest, dass die Sterblichkeitsraten bei Menschen mit Demenz im ersten Jahr nach der Diagnose mehr als dreimal höher sind als bei Menschen ohne Demenz. Die Studie besagt auch, dass eine frühere und bessere Erkennung von Demenz in der Grundversorgung erforderlich ist. Ein begleitender Leitartikel schlägt vor, dass zu den Schlüsselbereichen, auf die man sich konzentrieren sollte, eine bessere Bildung und Ausbildung in der Grundversorgung, die Entwicklung stärker integrierter Versorgungssysteme und die Sicherstellung, dass politische Entscheidungsträger und Beauftragte Dienste planen, die die Auswirkungen von Demenz auf die Grundversorgung und andere Dienste widerspiegeln, gehören.

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