Strahlung kann einen neuen Hoffnungsschimmer für ein altes Problem bieten

Strahlung kann einen neuen Hoffnungsschimmer für ein altes Problem bieten
Strahlung kann einen neuen Hoffnungsschimmer für ein altes Problem bieten
Anonim

DALLAS, 1. Februar – Bestrahlung wird seit langem als Methode zur Abtötung von Krebszellen eingesetzt. Laut einem Bericht in der heutigen Ausgabe von Circulation: Journal of the American Heart Association sagen Forscher jetzt, dass Bestrahlung vielversprechend aussieht, um das übermäßige Wachstum von Gewebezellen abzutöten, das zu einem erneuten Verschluss einer Herzarterie führen kann.

"Strahlung könnte eines Tages eine Lösung für ein seit langem bestehendes Problem bieten – den erneuten Verschluss einer Herzarterie nach einer Angioplastie, insbesondere bei Patienten, die Stents erh alten", sagt Hauptautor Paul S.Teirstein, M.D., Direktor für interventionelle Kardiologie an der Scripps Clinic in La Jolla, Kalifornien. Bei der Angioplastie wird ein Katheter mit Ballonspitze in die blockierte Arterie eingeführt und der Ballon wird dann aufgeblasen, um das verengte Gefäß zu erweitern. Manchmal wird auch ein Stent – ​​eine Metallspirale – implantiert, um die Gefäßwände offen zu h alten. Ärzte haben jedoch herausgefunden, dass eine Ansammlung von Narbengewebe, die zu einem erneuten Verschluss der Arterie führt, eine häufige Komplikation nach dem Einsetzen eines Stents ist.

In dieser Studie wurde ein Band mit versiegelten radioaktiven Pellets – eine Technik namens Brachytherapie – in die betroffene Arterie eingefädelt. Das Band wurde für 20 bis 45 Minuten an Ort und Stelle belassen, um der Arterie die vorgeschriebene Strahlendosis zuzuführen, und dann entfernt. Forscher berichten, dass die Patienten, die die Bestrahlung erh alten haben, nach drei Jahren weniger als die Hälfte der Reblocking-Rate aufwiesen als Patienten, die sich keiner Strahlenbehandlung unterzogen haben.

"Die Brachytherapie ist von besonderem Wert für Patienten mit In-Stent-Reblockade, für die es keine wirksame Alternative gibt, weil ihre koronare Herzkrankheit so schwer ist", sagen die Autoren eines begleitenden Leitartikels, David O.Williams, M.D., und Barry L. Sharaf, M.D., Abteilung für Kardiologie an der Brown University. Sharaf, ein außerordentlicher Professor für Medizin an der Brown University, sagt, dass die „Studie einige der Unbekannten lindert“über die langfristige Wirksamkeit der Strahlenbehandlung. "Dies ist jetzt die größte Studie mit Langzeit-Follow-up dieser Behandlung", sagt er. Obwohl frühere Studien die intrakoronare Bestrahlung als sicher und wirksam befunden hatten, wollten die an dieser neuesten Studie beteiligten Wissenschaftler herausfinden, ob das Verfahren langfristig erfolgreich ist, und auch sicherstellen, dass keine langfristigen gesundheitsschädlichen Auswirkungen damit verbunden sind damit.

"Wir befürchteten, dass die Nebenwirkungen die Vorteile überwiegen könnten und wir die erneute Verstopfung dieser Arterien lediglich verzögern würden", sagt Teirstein. „Diese Studie sagt uns jedoch, dass die intrakoronare Bestrahlung nach drei Jahren immer noch eine sichere Methode zur Behandlung von erneuten Verstopfungen der Herzarterien ist."

Alle Patienten in der Studie hatten Stents und einige hatten In-Stent-Reblockaden. 26 Patienten erhielten die Strahlenbehandlung und 29 nicht. Drei Jahre später hatten nur 15,4 Prozent der Patienten in der strahlenbehandelten Gruppe einen erneuten Verschluss der betroffenen Herzarterie, verglichen mit 48,3 Prozent in der unbehandelten Gruppe.

Darüber hinaus stellten die Forscher fest, dass die Rate an Todesfällen, Herzinfarkten und erneuten Blockaden bei den mit Strahlen behandelten Patienten im Vergleich zur unbehandelten Gruppe viel niedriger war (23,1 Prozent gegenüber 55,2 Prozent).

Teirstein sagt, dass die Studienergebnisse zwar vielversprechend sind, dies aber nicht bedeutet, dass das Verfahren 10 bis 20 Jahre später die gleiche Wirksamkeit zeigen wird. „Es wäre verfrüht, eine Strahlentherapie als erste Behandlungslinie für Patienten mit verstopften Herzarterien zu empfehlen“, sagt er und fügt hinzu, dass zusätzliche wissenschaftliche Studien erforderlich sind.

Die Redaktionsautoren fügen hinzu, dass weitere Studien an bestimmten Patientenuntergruppen durchgeführt werden sollten, einschließlich derjenigen, die die Bestrahlungsimplantate mit oder ohne Stents erh alten, und dass diese Patienten über einen längeren Zeitraum, z. B. fünf, beobachtet werden müssen bis 15 Jahre nach dem Verfahren.

Co-Autoren sind unter anderem Vincent Massullo, M.D.; Shirish Jani, Ph.D.; Jeffrey J. Popma, MD; Robert J. Russo, MD, Ph.D.; Richard A. Schatz, MD; Erminia M. Guarneri, MD; Stephen Steuterman, MS; Kathleen Sirkin, R.C.V.T.; David A. Cloutier, BS; Martin B. Leon, MD und Prabhakar Tripuraneni, MD

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