Wissenschaftler von Yale entwickeln ein nicht-invasives Verfahren zum Nachweis fötaler Anämie

Wissenschaftler von Yale entwickeln ein nicht-invasives Verfahren zum Nachweis fötaler Anämie
Wissenschaftler von Yale entwickeln ein nicht-invasives Verfahren zum Nachweis fötaler Anämie
Anonim

Wissenschaftler von Yale haben erfolgreich eine nicht-invasive Technologie namens Doppler-Ultraschall eingesetzt, um festzustellen, ob ein Fötus anämisch ist oder nicht, wodurch die Risiken beseitigt werden, die mit traditionellen invasiven Tests für den Mangel einhergehen.

"Invasive Eingriffe setzen den Fötus einer unnötigen Gefahr aus", sagte Giancarlo Mari, M.D., außerordentlicher Professor für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Yale School of Medicine und Hauptautor der Studie. „In mehr als 70 Prozent der Fälle waren die getesteten Föten entweder nicht anämisch oder leicht anämisch und ein invasiver Eingriff hätte entweder vermieden oder hinausgezögert werden können."

Zwischen einer und zwei von 1.000 Schwangerschaften in den USA besteht das Risiko, dass ein Fötus eine Anämie entwickelt, einen Sauerstoffmangel im Blut. Ein Fötus, der eine Anämie entwickelt, kann eine Transfusion benötigen, da er/sie Gefahr läuft zu sterben. Allerdings entwickeln nur zwischen 10 und 20 Prozent der Föten mit Anämie-Risiko einen Mangel.

Die Diagnose einer fötalen Anämie wird derzeit mit invasiven Verfahren wie Amniozentese und Kordozentese durchgeführt. Beide bergen ein Todesrisiko für den Fötus, und wenn eine erste Probe keine Anämie zeigt, wird der Zeitpunkt wiederholter invasiver Eingriffe willkürlich festgelegt.

Die in der Ausgabe des New England Journal of Medicine vom 6. Januar veröffentlichte Studie zeigt, dass anämische Föten eine höhere Blutflussgeschwindigkeit haben – eine höhere Blutflussrate in Arterien und Venen – in zerebralen Arterien als nicht anämische Föten. Doppler-Ultraschall wurde verwendet, um die fetale Blutgeschwindigkeit zu testen und eine fetale Anämie zu bestimmen.

Die Beurteilung der fötalen Blutgeschwindigkeit mit Doppler-Ultraschall entdeckte alle mäßig und schwer anämischen Föten mit einer falsch-positiven Rate von 15 Prozent. Die Doppler-Untersuchung kann in drei bis fünf Minuten durchgeführt werden und stellt kein Risiko für die Mutter und den Fötus dar. Das Verfahren ist auch weitaus kostengünstiger als Amniozentese und Kordozentese.

"Durch die Verwendung von Doppler-Ultraschall zur Beurteilung der Blutflussgeschwindigkeit können wir allein in den Vereinigten Staaten jedes Jahr etwa 50 Millionen US-Dollar einsparen", sagte Mari. "Das Verfahren ist auch in den Händen erfahrener Operateure einfach durchzuführen."

Die in der Studie verwendeten Daten wurden in acht medizinischen Zentren in den Vereinigten Staaten, Europa, Südamerika und Asien zusammengestellt.

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