Schizophrenieforschung verknüpft Form und Funktion

Schizophrenieforschung verknüpft Form und Funktion
Schizophrenieforschung verknüpft Form und Funktion
Anonim

Washington, DC - Die Geheimnisse der Schizophrenie weichen neuen Forschungsmodellen, die versuchen, die Krankheit mit zusammenhängenden Anomalien sowohl in der Gehirnstruktur als auch in der Neurotransmitterfunktion in Verbindung zu bringen, laut einer im Januar im American Journal of Psychiatry veröffentlichten Studie.

„Das Verständnis der Pathophysiologie einer gegebenen Störung erfordert letztendlich eine Einschätzung, wie Anomalien in einer Gehirnregion Störungen in anderen Gehirnregionen hervorrufen und/oder daraus resultieren“, schreibt David A. Lewis, M.D. der Abteilung für Psychiatrie, University of Pittsburgh, in einem begleitenden Leitartikel.Er zitierte drei relevante Studien, die ebenfalls im Januar AJP veröffentlicht wurden:

KaiVogeley, M.D. und Mitarbeiter der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, verglichen die präfrontalen Regionen im Gehirn von 24 Schizophreniepatienten und 24 Kontrollpersonen nach dem Tod. Sie fanden heraus, dass eine Messung der kortikalen F altung im rechten präfrontalen Kortex bei männlichen Probanden mit Schizophrenie um 7 Prozent höher war, was auf eine neurologische Entwicklungsursache hinweist. („Gestörte Gyrifikation der präfrontalen Region bei männlichen Patienten mit Schizophrenie: Eine morphometrische postmortale Studie“)

Brendan McDonald und Mitarbeiter von der Radcliffe Infirmary, Oxford, Großbritannien, und anderen britischen Zentren verglichen berichtete Anomalien in Volumen und Symmetrie der Schläfenlappen von Obduktionspatienten mit Schizophrenie und Vergleichspersonen. Sie fanden signifikante Veränderungen, insbesondere in dem Teil des Schläfenlappens, der mit der Namens- und Gesichtserkennung zu tun hat. Bei Männern war der Unterschied in der Symmetrie mit dem Erkrankungs alter verbunden.(„Anomale Asymmetrie der fusiformen und parahippocampalen Gyrus Grey Matter in Schizophrenie: A Postmortem Study“)

Alessandro Bertolino, M.D., und Mitarbeiter am National Institute of Mental He alth verwendeten PET-Scans, um zu untersuchen, wie Netzwerke von Neuronen bei Patienten mit Schizophrenie funktionierten, wenn sie Aufgaben ausführten, die die Nutzung ihres Arbeitsgedächtnisses erforderten. Sie fanden heraus, dass Aufgaben, die das Arbeitsgedächtnis betreffen, Neuronen in einem bestimmten Bereich des präfrontalen Cortex abnormal aktivierten. („Spezielle Beziehung zwischen präfrontalem neuronalem N-Acetylaspartat und der Aktivierung des kortikalen Netzwerks des Arbeitsgedächtnisses bei Schizophrenie“)

Dr. Lewis sagt, dass Forscher jetzt feststellen müssen, ob eine bestimmte Gehirnanomalie die Ursache einer Störung an anderer Stelle im Gehirn ist, das Ergebnis einer anderen Anomalie ist oder ein Versuch des Gehirns ist, die normale Gehirnfunktion wiederherzustellen.

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